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Berichte

Bürgerverein Walddörfer e.V.

 Berichte zu den  Busausfahrten der vergangenen drei bis vier Monate.


Kurzübersicht der Reiseberichte



Unterwegs am Martinstag

44 fröhliche Mitreisende waren an dem nebligen 11. November pünktlich zur Stelle, so dass der Reisering-Bus ohne Verzögerung starten konnte. Schon bald — wie kann es auch anders sein?! — kämpfte sich die Sonne durch und ließ den Nebel verschwinden.

Unser erstes Ziel Glückstadt erreichten wir nach behaglicher Fahrt durch Schleswig-Holsteins schöne Landschaft und kleine Orte. Im. Restaurant „Kandelaber" duftete es bereits mächtig nach Gänsebraten.

Doch erst einmal wurde uns mit Zimt und Sandelholz gekräuterter Wintermatjes, mit Preiselbeeren, Glühweingelee und einer Marzipankartoffel verziert, serviert. Ungewohnt, aber lecker. Nicht minder appetitlich war die Gans mit Beilagen, ebenso das Dessert.

Gestärkt verließen wir die gastliche Stätte zu einem kurzen Rundgang um den großen Marktplatz. Ein recht kühler Ostwind vertrieb einige Mitfahrer rasch in den Bus, während die anderen mit einem Gästeführer in die Anfang des 17. Jhdt. erbaute Stadtkirche gingen. Wir erfuhren viel über Details, z.B. über den Altar, die Kanzel, das Taufbecken. Noch erwähnenswert ist wohl die Chorschranke "Lettner", gestiftet 1706, die den Altarraum, in dem die königliche Familie bzw. die Repräsentanten des Hofes dem Gottesdienst beiwohnten, von der „gewöhnlichen" Gemeinde trennte.

Gern hätte man weiter zugehört, aber es wartete auf uns die gemeinsame Stadtrundfahrt. Dabei erfuhren wir u.a. von Herrn Gosau, dass Dänenkönig Christian IV. 1617 auf unbewohntem Gelände mit den Worten „Dat schall glücken und dat matt glücken und dann schall se ok Glückstadt heten" den ersten Grundstein für die Stadt legen ließ. Es sollte eine prächtige Konkurrenz für Hamburg entstehen. — Dass dies nicht gelang, ist uns allen bekannt!

Wir sahen u.a. den Wiebke-Krase-Turm, das Salzhaus von 1827, das Brückenhaus, wir hörten, dass in der Druckerei (von 1640) die erste Zeitung entstand. Und es gab auch ein Frauen- und ein Männergefängnis (für bis zu 1.000 Insassen). Diese beiden Gebäude sind erhalten. Glückstadt hat heute etwa 11.500 Einwohner.

Es gab wirklich viel zu sehen und hören, was dann auch für Gesprächsstoff während der Weiterfahrt sorgte. Im Restaurant „Rosarium Uetersen" fanden wir Maxi-Kirschwindbeutel vor, die mit Kaffee oder Tee köstlich mundeten.

Wer den frischen Wind nicht scheute, machte noch eine kleine Runde durch die angrenzende Parkanlage, bevor es auf die letzte Etappe nach Volksdorf zurück ging. Viele Dankesworte für eine schöne Tagesfahrt waren beim Abschied zu hören.                            WT

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