Es macht nachdenklich, wenn man wieder draußen ist!
Am 10.12.2025 ging es mit Herrn Kerres wie geplant gegen 17:00 Uhr los, vom Bahnhof Volksdorf.
Schon mit großen Erwartungen standen wir (auch mit Mitgliedern aus dem Bürgerverein Walddörfer) mit insgesamt um die 20 Personen am Eingang vom Tiefbunker. Also werden Tische und Stühle vom Restaurantbetrieb "Tunnel Döner" weggeräumt, da sich der Eingang direkt darunter befindet.

Nach Öffnung der Bodenplatte und einer kurzen Ansprache ging es hinab…

Durch die Gänge, rauf und runter, links und rechts bekamen wir von den Ehrenamtlichen Lucas und Jens eine wirklich sehr umfassende Information über Planung und Bau dieses Bunkers, aber auch eine Übersicht über Art und Umfang noch bestehender Bunker in Hamburg.
Die Bauzeit für die 2460 Bunkerplätze in diesem Bunker ging von 1941 bis 1944.
Wir alle saßen nun für die wirklich gut erzählten Informationen in einem Raum mit einer 3,75m starken Betonwand Richtung Wallringtunnel und 2,5m Betonwand zum Hauptbahnhof.
Interessant bei der Besichtigung war auch, dass nur die Damentoiletten mit Warmwasser ausgestattet sind und deutlich mehr Waschbecken besitzen…
Gestreift wurde dann das Thema "Gomorrha", den bis dahin schwersten Angriffen in der Geschichte des Luftkrieges vom 25.Juli bis 3. August 1943 mit Zerstörungen von
277330 Wohnungen
2632 Gewerbliche Betriebe
580 Industriebetriebe
277 Schulen
80 Wehrmachtsanlagen
58 Kirchen
24 Krankenhäuser
Den bis dahin schwersten Angriffen in der Geschichte des Luftkrieges fielen schätzungsweise 34.000 Menschen zum Opfer. Ein Großteil Hamburgs wurde zerstört, etwa 900.000 Einwohner flohen oder wurden evakuiert.

Die Abbildung oben zeigt hydraulisch betriebene Bunkertüren hinter den Eingangsschleusen.
Im November 1962 wurde das Schutzbaugesetz erlassen, welches die Wiederherstellung und den Ausbau bestehender Luftschutzanlagen forderte, um vor möglichen Atomangriffen zu schützen.
Ich hoffe für die Menschheit, dass es niemals wieder zu einem Atomangriff kommt, aber ob so ein Bunker dann wirklich die Lösung ist?
1965 begannen daher die Baumaßnahmen, um den Bunker als Schutzraum für die Bevölkerung nutzen zu können. Ende des Jahres 1969 wurde der Umbau abgeschlossen und bot aufgrund der erweiterten Aufenthaltsdauer nun 2702 Menschen Schutz.
Ich möchte hier auch nicht zuviel verraten, besser ist wirklich sich einer Führung anzuschließen!
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